Pflanzenfamilie:
Asteracea = Korbblütler

Volkstümliche Namen:
Heidnisch Wundkraut, Heidnisch Wundchrut, Schosschrut, Unsegenkraut, Güldenwundkraut, Heilwundkraut, Machtheilkraut, Gülden Wundkraut, Petrusstab, Wisselnkraut, Himmelbrand, Pferdskraut, Ochsebrot

Vorkommen:
ist über die gesamte Nordhalbkugel verbreitet

Inhaltsstoffe:
Flavanoide, Saponine, ätherisches Öl, Phenoglykoside, Gerbstoffe,
Bitterstoff, Inulin

Blütezeit:
Juli bis Oktober

Erntezeit:
die blühenden Sprossspitzen werden ab Juli gesammelt

Verwendete Pflanzenteile:
blühendes Kraut

Wirkung:
aquaretisch, schwach spasmolytisch, antiphlogistisch, immunmodulatorisch, antibakteriell, pilzhemmendadstringierend, h arntreibend, blutreinigend

Hauptanwendung:
Entzündliche Erkrankungen der ableitenden Harnwege, Harnsteinen, Harngriess

Anwendung:
Blasenentzündung, Reizblase, Wiederkehrende Harnwegsinfekte, Krämpfen im Urogenitaltrakt, Nierengriess, rheumatische Erkrankungen, Nierenerkrankungen, Blähungen, Darmentzündung, Durchfall, Insektenstiche, Störungen der Harnabsonderung, Wundheilung, Gicht

Nebenwirkung:
keine bekannt

Wechselwirkungen:
keine bekannt

Achtung!:
keine Durchspülungstherapie bei Ödemen infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit

Tagesdosis:
6-12g Kraut

Innerlich als Tee:
3-4g Kraut mit 150ml heissem Wasser übergiessen, 5-10Min. Ziehen lassen und abseihen. 2-3 Tassen täglich

Äusserlich als Tee:
stark angesetzter, abgekalteter Tee für Umschläge verwenden

Als ätherisches Öl:
wenige Tropfen in Wasser geben und einnehmen oder als Auflage verwenden

Als Tinktur:
bis zu 3x 1TL täglich

Geschichte und Brauchtum:
Man nimmt an, dass die Goldrute schon bei den Germanen als Wundkraut an erster Stelle gestanden hat

Andere Anwendungen:
In der Volksheilkunde zerquetschte man die Goldrutenblätter und legte sie auf Zahngeschwülste, eiternde Wunden und Ekzemen. Auch als Blutreinigungsmittel bei Gicht, Rheuma, Arthritis uns andere Hauterkrankungen wurde sie angewendet

Rezepte

In der Heilkunde:

Eine Teemischung bei Harnwegsentzündung

Sie brauchen dazu:

  • 25 g Echte Goldrute,
  • 25 g Bärentraubenblätter,
  • 25 g Birkenblätter
  • und 25 g Heidelbeerblätter.

Alles gut vermischen, dann einen Teelöffel davon in eine Tasse kochendes Wasser geben. 5 Minuten ziehen lassen, dann absieben.

3-mal am Tag 1 Tasse davon ungesüßt trinken.

Goldrutentinktur

Eine solche Goldrutentinktur kann man kurmäßig zur Stärkung des Stoffwechsels oder zur Entgiftung des Körpers verwenden. Zudem hilft sie bei Nierenproblemen oder auch bei Blasenproblemen.

Nehmen Sie dazu dreimal am Tag einen Teelöffel der Tinktur.

Herstellung

  • Füllen Sie ein Glas zur Hälfte mit Goldrutenkraut.
  • Füllen Sie das Glas mit hochprozentigem Schnaps auf, Sie können auch Wodka verwenden.
  • Verschließen Sie das Glas.
  • Stellen Sie das Glas an einen warmen sonnigen Platz.
  • Zehn Tage stehen lassen, dann abfiltern.
  • In eine dunkle Flasche umfüllen und mit dem Datum beschriften.

In der Küche:

wird Goldrute praktisch nicht verwendet, obwohl er essbar ist. Die Blätter sind sehr bitter.