Pflanzenfamilie:
Tropaeolaceae = Kapuzinerkressegewächse

Volkstümliche Namen:
Liebesblume, Kapernblume, Gelbes Vögerl, Kapuzinerli, Salatblume, Grossindische Kresse,

Vorkommen:
Als Zier- und Gartenpflanze in ganz Europa, Amerika

Inhaltsstoffe:
Senfölglykoside, Schwefel, Jod, Vitamin B und C, Mineralien (Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor)

Blütezeit:
Mai - Oktober

Erntezeit:
Ganzes Kraut von Mai bis Oktober

Verwendete Pflanzenteile:
Blüten und Blätter

Wirkung:
anregend, antibakteriell, antibiotisch, desinfizierend, entzündungswidrig, blutreinigend, abführend, immunmodelierend pilztötend, schleimlösend

Hauptanwendung:
Erkältungen, Nieren- Blasenbeschwerden

Anwendung:
Bronchitis, Grippale Infekte, Halsentzündung, Verstopfung,
Infektion der Harnwege, Menstruations fördernd

Nebenwirkung:
Magen- Darmbeschwerden, selten Allergie, bei Überdosierung Albuminurie

Wechselwirkungen:
Benzylisothiocyanate können die Alkoholtoleranz vermindern. Daher nicht zusammen mit Alkohol einnehmen.

Achtung!:
Nicht bei Magen- Darmgeschwüren, Nierenerkrankungen, Säuglinge, Kleinkinder

Tagesdosis:
Urtinkturen: 3x täglich 5-10 Tropfen
Spagyrische Zubereitungen: 3-5x 5 Tropfen täglich
Tabletten (Angocin-Tabletten): 3-5x 5Tabletten täglich (nach den Mahlzeiten einnehmen)

Innerlich:
Man wendet die Kapuzinerkresse nicht als Tee an, sondern würzt damit seine Speisen, um in den Genuss ihrer gesundheitlichen Fähigkeiten zu kommen.

Geschichte und Brauchtum:
Ursprünglich aus Peru wurde die Pflanze von spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht

Andere Anwendungen:
Kapuzinerkresse kann man gegen Husten und Bronchitis einsetzen, weil sie schleimlösend wirkt.
Ausserdem hilft Kapuzinerkresse gegen Hals- und Rachenentzündungen aufgrund der antibiotischen Eigenschaften der in ihr enthaltenen Senfölglykoside.
Da sie auch das Immunsystem stärkt, weil sie viel Vitamin C enthält, ist die Kapuzinerkresse eine hervorragende Heilpflanze gegen Erkältungen.
Mit ihren harntreibenden Eigenschaften in Kombination mit der Desinfektion kann sie auch gegen Probleme des Harnapparates helfen.

Rezepte

In der Heilkunde:

Natur- Antibiotikum
Jetzt ist genau die richtige Zeit, um Kapuzinerkresse zu ernten. Mit Meerrettich-Wurzel kombiniert lässt sich daraus eine antibiotisch wirksame Heiltinktur herzustellen, welche die Vermehrung von Bakterien, Viren und Pilzen hemmt. Inzwischen zeigen Studien sogar eine hemmende Wirkung bei dem pandemischen Influenzavirus H1N1 (bekannt durch die große “Spanische Grippe” von 1918 und die Schweinegrippe von 2009)….

Zutaten:

  • 120 g frische Blätter und junge Knospen von Kapuzinerkresse
  • 30 g Kamillebüten
  • Ein 2 cm langes Stück Meerrettichwurzel
  • 0,75 Liter Alkohol (50%)

Zubereitung:

Die Blätter und jungen Knospen der Kapuzinerkresse zerkleinern und zusammen mit der Kamille in ein Gefäß schichten. Mit Alkohol auffüllen, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind. Meerrettichwurzel in sehr kleine Stücke schneiden oder raspeln und in den Kapuzinerkresse-Alkohol-Ansatz geben.
Den Mix 2 Wochen bei verschlossenem Glas auf dem Fensterbrett stehen lassen.
Nach Ablauf der Zeit absieben und die fertige Tinktur in dunkle Fläschchen abfüllen

Anwendung:

3 - 5 x täglich 30 - 50 Tropfen, je nach Verträglichkeit, nach dem Essen (Nicht länger als 6 Wochen!)

Gegen Schuppen
Zwei Hand voll Kapuzinerkresse in kaltem Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und eine Viertelstunde leise köcheln lassen.
Durch ein Sieb gießen und nach dem Haarewaschen als letztes Spülwasser verwenden.

In der Küche:

Von der Kapuzinerkresse kann man sowohl die runden Blätter als auch die Blüten essen und sogar die Knospen lassen sich lecker einlegen.
All diesen Pflanzenteilen gemeinsam ist der leicht scharfe würzige Geschmack, der ein wenig an Gartenkresse erinnert. Die beiden Pflanzenarten sind jedoch nicht miteinander verwandt.
Die hübschen Blüten machen sich gut als Zierde in Salaten. Auch Nachtische lassen sich mit den Blüten hübsch garnieren, denn sie sind deutlich milder als die Blätter und daher auch für Süssspeisen geeignet.
Die Blätter kann man kleingehackt in Salaten, Kräuterquark, Eierspeisen, auf Kartoffeln, auf Butterbrot und anderen Speisen einsetzen. Überall, wo man frisches, würziges Grün haben will, eignen sich die Blätter der Kapuzinerkresse.