Pflanzenfamilie:
Ölweidengewächse = Elaeagnaceae

Volkstümliche Namen:
Amritscherl, Audorn, Dünendorn, Fasanbeere, Haffdorn, Korallenbeere, Korallenbeerdorn, Korallenstrauch, Sandbeere, Rheindorn, Rote Schlehen, Seedorn, Weidendorn, Weisseldorn, Stechdorn, Stranddorn, Zitrone des Nordens

Vorkommen:
Ursprünglich aus Nepal, ist aber nun weltweit heimisch.
Er wächst besonders gerne auf Dünen am Meer, aber er kommt auch in Gebirgen an Uferböschungen vor. Vielerorts trifft man ihn auch in Gärten.

Inhaltsstoffe:
Vitamin C, Vitamin B12, Vitamin E, Beta-Carotin, Öl, Gerbstoffe, Gerbsäure, Beta-Sitosterol, Flavone, Mineralstoffe (Kalium, Kalzium, Calcium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Eisen), Provitamin A

Blütezeit:
März bis Mai

Erntezeit:
August bis Dezember

Verwendete Pflanzenteile:
Beeren, Samen

Wirkung:
adstringierend, tonisierend, antiseptisch, entzündungshemmend,
reizmildernd

Hauptanwendung:
Immunsystem steigernd, Erkältung, Hautpflege, Verdauung stärken

Anwendung:
Appetitlosigkeit, Durchfall, Darmentzündung, Vitamin-C-Mangel, Fieber, Frühjahrsmüdigkeit, Gicht, Herzschwäche, Müdigkeit, Hautprobleme, Schleimhautentzündungen, Rachen- und Mandelent-z ündung, Zahnfleischbluten, Akne, Dekubitus, Leichte Verbrennungen

Nebenwirkung:
keine bekannt

Wechselwirkungen:
keine bekannt

Tagesdosis:
2EL Sanddornsaft decken den Tagesbedarf von Vitamin C

Innerlich als Tee:
5g Früchte mit heissem Wasser übergiessen, 10 Min. ziehen lassen und abseihen.
Bei Vitaminmangel-Zustände und allgemeiner Schwäche. Er wird auch gerne gegen Erkältungen und vor allem gegen Erkältungsneigung angewendet.
So ein Sanddorn-Tee ist vor allem in Indien beliebt und gilt auch als festlicher Genusstee.

Öl:
Auch das Öl aus den Sanddorn-Samen und aus dem ölhaltigen Fruchtfleisch ist sehr wertvoll.
Man kann daraus Hautcremes herstellen, die die Haut jung halten.
Das Öl hilft auch bei der Heilung von Verbrennungen und Geschwüren durch Wundliegen.

Geschichte und Brauchtum:
Der Sanddorn wurde bereits im Mittelalter als Heilpflanze zum Stillen von Blutungen eingesetzt. Auch als Mittel gegen Seekrankheit wurde er verwendet.

Andere Anwendungen:
In Crèmes oder Körperölen zur Haut- und Wundpflege

Rezepte

In der Heilkunde:

Pflegeöl für sensible und trockene Haut
In 50 ml Mandelöl 2 ml (40 Tropfen) Sanddornfruchtfleischöl einrühren. Wer möchte, gibt 5 Tropfen ätherisches Rosen- oder Neroliöl dazu. Das ist eine einmalige Hautpflege – auch für die alternde Haut.

In der Küche:

Sanddornmus
Frisch gesammelte Beeren durch ein Sieb streichen und dieses zitronig-säuerlich schmeckende Mus mit etwas Honig und einer Prise Vanillezucker verrühren. Das Mus ist unglaublich vitaminreich und gesund. Es ist zum pur essen oder kann für Köstlichkeiten wie Milchmixgetränke, Joghurt und Quark, Obstsalat, Eis oder Müsli eingesetzt werden.

Tipp: Portionsweise einfrieren, so ist das gesunde Mus immer parat.

Powerdrink 1
Zutaten für eine Person

  • 1 reife Banane
  • 2 dl (Mandel)- Milch
  • 4 EL Sanddornsaft ohne Zucker
  • 1 Msp. Zimtpulver
  • 1 TL Akazienhonig oder Agavendicksaft

Banane in Stücke schneiden. Alle andern Zutaten dazugeben. Mit dem Stabmixer pürieren.
Powerdrink in ein Glas füllen und zum Frühstück geniessen.

Powerdrink 2
Vermischen Sie eine fein zerdrückte Banane mit dem Saft von einer Bio-Zitrone, 100 ml Sanddornsaft und 200 ml Buttermilch.